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Willkommen auf der Homepage der Deutschen Parkinson Gesellschaft e. V. |
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Stipendien zu vergeben Die Deutsche Parkinson Gesellschaft schreibt insgesamt 4 Forschungsstipendien in Höhevon jeweils 25 000 € aus. Eingereicht werden können Arbeiten oder Projekte* von jungen Wissenschaftlern bis 35 Jahren aus dem deutschsprachigen Raum. Bewerbungen für diese Stipendien erbitten wir bis zum 1. Dezember 2009 an den Sekretär der Gesellschaft zu richten. Prof. Dr. Wolfgang Oertel 1. Vorsitzender *Neben der Einreichung des tabellarischen Lebenslaufs (1 Seite), sollte das geplante Projekt auf maximal 10 Seiten dargestellt werden. Daneben sollte kurz die geplante Verwendung der Mittel beschrieben werden. Eine Förderung von Personal und Sachmitteln ist möglich. Bei mehreren gleichwertigen Bewerbungen ist auch eine andere Aufteilung als angegeben möglich. Bei Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Als Orientierung empfehlen wir das DFG Format (1 ½ zeilig, Arial) Allgemeine Angaben: Abstract: 15 Zeilen / 1 Seite Stand der Forschung: 1 Seite, Vorarbeiten: 1 Seite, eigene Literatur: bis 1/2 Seite, Ziele + Einordnung des Themas in wissenschaftliches Umfeld: 1/2 Seite, Arbeitsplan: bis 2 Seiten, Eigenmittel: 1/2 Seite, Finanzplan mit Begründung der beantragten Mittel: bis 2 Seiten Unterschriften. Sekretär
der DPG: 54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung vom 18. bis 20. März 2010 in Halle (Saale) Gemeinsame Presserklärung der Deutschen Parkinson-Gesellschaft (DPG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) DPG und DGN warnen vor Parkinson-Therapie mit adulten Stammzellen Von verschiedenen Anbietern weltweit, seit einiger Zeit auch vom Kölner XCell-Center, wird Patienten, die an einem Morbus Parkinson leiden, eine Therapie mit aus ihrem Knochenmark gewonnenen Stammzellen angeboten, die den Patienten direkt in die Gehirnflüssigkeit oder direkt in das Gehirn transplantiert werden oder intravenös injiziert werden. Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft ist ein Nutzen dieser Therapie nicht gegeben. Für die erfolgreiche Behandlung des Morbus Parkinson mit Hilfe von Stammzellen ist es erforderlich, dass sich die eingesetzten Stammzellen im Gehirn in Dopamin-produzierende (dopaminerge) Nervenzellen umwandeln. Die Entwicklung solcher dopaminerger Nervenzellen aus Stammzellen, die aus dem Knochenmark eines erwachsenen Menschen gewonnen werden (sogenannte adulte Knochenmarkstammzellen), ist jedoch nach dem jetzigen Stand der Wissenschaft nicht möglich. Ebenso wenig ist auch nur ansatzweise gesichert, dass Stammzellen, die in die Gehirnflüssigkeit transplantiert werden, überhaupt die Gehirnareale erreichen können, in denen sie gebraucht werden. Indirekte Effekte der transplantierten Knochenmarkstammzellen, z.B. über eine Beeinflussung des Immunsystems, werden derzeit kontrovers diskutiert; schlüssige Belege für solche Effekte beim Morbus Parkinson fehlen jedoch. Dem fehlenden Nutzen der angebotenen Stammzelltherapie stehen allerdings mögliche erhebliche Gesundheitsrisiken gegenüber. In Studien über die Einbringung von Knochenmarkzellen in Herzkranzgefäße konnte festgestellt werden, dass diese Stammzellen gemäß ihrer vorherigen Funktion im Herzmuskel Knochenmark bildeten und kein Muskelgewebe. Eine solche Bildung von Knochenmark im Gehirn könnte kaum abschätzbare unerwünschte Risiken bei Patienten hervorrufen. Wissenschaftliche Daten aus klinischen Studien zu den möglichen Gesundheitsrisiken fehlen. Vor diesem Hintergrund warnen die Deutsche Parkinson-Gesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie betroffene Patienten davor, sich in der Hoffnung auf eine Linderung oder Heilung ihres Morbus Parkinson einer Therapie mit aus dem Knochenmark gewonnenen Stammzellen zu unterziehen. Die Risiken einer solchen Behandlung stehen in keinem Verhältnis zu einem nur vermuteten Nutzen. Für vertiefende Informationen einschließlich der wissenschaftlichen Grundlagen dieser Warnung wenden Sie sich bitte an die Arbeitsgruppe Zellersatztherapien der Deutschen Parkinson Gesellschaft (www.parkinson-gesellschaft.de). Deutsche Parkinson Gesellschaft Prof. Dr. med. W. Oertel (1. Vorsitzender) Aukammallee 33, 65191 Wiesbaden Deutsche Gesellschaft für Neurologie Prof. Dr. med. H. Reichmann (1. Vorsitzender) Reinhardtstraße 14, 10117 Berlin Stellungnahme der Arbeitsgruppe Zellersatztherapien zum Thema Stammzelltherapie bei Informationen in Deutsch für Patienten mit Parkinson Syndrom zum Thema Stammzelltherapie (PDF-Datei) Information in english for patients with Parkinson Syndrom regarding stem cell therapy (pdf-file)
Vom Kompetenznetz Parkinson wird derzeit eine klinische Studie zum Vergleich der Wirksamkeit von Pramipexol-IR Tabletten und Pramipexol-ER (Böhringer Ingelheim) Tabletten betreut. Den Aufruf zur Teilnahme an der Studie können Sie hier herunterladen (PDF Datei) Den Info Flyer für Patienten können Sie hier herunterladen (PDF Datei) Eine Liste der beteiligten Zentren können Sie hier herunterladen (PDF Datei)
Stellungnahme: Ohrimplantate zur Behandlung der Parkinson Krankheit Ferenc Fornadi, Ärztlicher Direktor und Chefarzt, Gertrudis Klinik, Biskirchen Ilona Csoti, Chefärztin, Gertrudis Klinik, Biskirchen
In den letzten Wochen läuft in verschiedenen Illustrierten und auch im Fernsehen eine erneute Marketing-Offensive bezüglich der „ewigen Nadel“, wie Herr Dr. Werth aus Magdeburg seine Behandlungsmethode der Parkinson-Krankheit mit der Implantations-Ohrakupunktur nennt. In den Veröffentlichungen wird fälschlicherweise der Eindruck geweckt, dass die medikamentöse Therapie der Parkinson-Krankheit ihre Wirkung nach 5 Jahren verliert und dass die Krankheit durch die Ohrakupunktur sogar heilbar ist. Bei dieser Behandlung werden bis ca. 30 Titan-Nadeln unter der Haut der Ohrmuschel zum Verbleib eingepflanzt. Bezüglich Wirksamkeit und Nebenwirkungen dieser Methode hat die Deutsche Parkinson-Vereinigung im Jahre 2002 eine Studie finanziert. Die Studie wurde durch Herrn Dr. Teshmar (Saarlouis) bei 60 Patienten durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im April 2004 in den „dPV-Nachrichten“ publiziert (Nr. 88, April 2004). Die Experten des Ärztliche Beirates haben die Studienergebnisse analysiert und sind zu folgender Beurteilung und Empfehlung gekommen: „Nach Würdigung der vorliegenden Daten, insbesondere der Studienergebnisse von Herrn Dr. Teshmar und vieler Einzelberichte Betroffener, kommen Herr Dr. Götz als 1. Vorsitzender der DPV und der Ärztliche Beirat gemeinsam zu der Auffassung, dass die Ohrakupunktur zur Zeit als Implantat nicht zu empfehlen ist. Es ist zwar bekannt, dass in Einzelfällen über einige positive Ergebnisse berichtet wird, die jedoch in der Gesamtwertung Ausnahmefälle zu sein scheinen.“ Die meisten Kliniken, die von Herrn Dr. Werth als Referenz in seinen Veröffentlichung genannt werden, sind schon gerichtlich gegen diese Behauptungen vorgegangen oder beabsichtigen, es zu tun. Die Patienten, die diese Behandlung bei sich durchführen ließen und sich später in unserer Behandlung befanden, waren im Allgemeinen unzufrieden mit dem Behandlungserfolg. Bei dem Patienten, den Herr Dr. Werth in Videos zeigt, dauerte der „Behandlungserfolg“ genau einen Tag. Wir raten unseren Patienten dementsprechend von dieser Methode Abstand zu nehmen. Übrigens ist eine Methode, die heutzutage die Heilung der Parkinson-Krankheit verspricht, unseriös und der Anbieter hat meist finanzielle Interessen. Die Behandlung mit der Einpflanzung der Nadel in einer Sitzung kostet nach Patientenangaben und auch nach der eigenen Preisliste von Herrn Dr. Werth bis ca. 4000 Euro plus 10 Euro/Nadel. Dies ist das 195-fache des Einzelsatzes der Ärztlichen Gebührenordnung. Die gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernehmen wegen nicht bewiesener Wirksamkeit keine Kosten für diese Behandlung . INAURIS, das internationale Netzwerk für kontrollierte Implantatakupunktur, hat in der Zwischenzeit Herrn Dr. Werth wegen „gesetzwidrigen und unprofessionellen Aktivitäten“ ausgeschlossen. Nachzulesen im Internet unter: http://www.inauris.com/index.php/Deutsch/Implantat-Akupunktur/Workshops.html
F.Fornadi I.Csoti
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