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Aktuelles

Prof. Wolfgang Oertel feiert seinen 70. Geburtstag

Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) gratuliert Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang H. Oertel zu seinem 70. Geburtstag am 15. Februar 2021.

Forschungsschwerpunkte und zugleich lebenslange Passion von Professor Oertel sind die Parkinson-Syndrome und Schlafstörungen (u. a. Restless-Legs-Syndrom, Narkolepsie).

Die außergewöhnliche Laufbahn des als Niedersachse in Helmstedt geborenen Wolfgang Hermann Oertel begann 1969 mit einem Studium Generale am Leibniz Kolleg und einem Studium der Chemie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Daraufhin wechselte Herr Professor Oertel nach Berlin, wo er von 1970 bis 1976 Humanmedizin an der Freien Universität studierte. 1978 bis 1981 arbeitete er als Postdoktorand am Laboratory of Clinical Science an den National Institutes of Health in Bethesda, Maryland, USA.

Oertel 1200
(c) DGN/Tedeskino

Seine Facharztausbildung durchlief Professor Oertel von 1981 bis 1986 an der Technischen Universität München, Klinik für Neurologie am Klinikum rechts der Isar. Nach seiner Habilitation („GABAerge Neurone im Zentralnervensystem“) trat Herr Oertel im Jahr 1988 eine C3-Professur als Oberarzt in der Klinik für Neurologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München an.

Fast 17 Jahre lang, von 1996 bis Ende 2013, leitete er als Direktor die Klinik für Neurologie der Philipps-Universität in Marburg. Für seine langjährigen Spitzenleistungen in der Erforschung der Parkinson-Krankheit erhielt Professor Oertel im September 2013 die Hertie-Seniorprofessur, die es ihm ermöglichte, die abschließenden Jahre seiner beruflichen Laufbahn ausschließlich der Forschung zu widmen.

Herr Professor Oertel war von 2004 bis 2011 im Vorstand der DPG tätig und ist seit 2013 Träger der Wilhelm-von-Humboldt-Medaille der DPG.

Darüber hinaus erhielt Professor Oertel folgende Auszeichnungen:

2018  Auszeichnung für das Lebenswerk, European Federation of Neurological Associations 
2009 Ehrendoktor der Moskauer 1. Medizinischen Akademie
2004 Dingebauer-Preis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
1987–1990 Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft
1986 „Parkinson-Frosst-Preis“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
1971–1978 Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes

Neben seiner Forschungstätigkeit ist Professor Oertel bis heute ein leidenschaftlicher politischer Advokat der Neurologie im Allgemeinen und der Bewegungsstörungen im Speziellen mit einer kreativen Ader und Out-of-the-box-Denken. Die Neurologie sollte im Gesundheitssystem als die wichtige Säule der Gesundheitsversorgung wahrgenommen werden, zu der sie sich seit den 90er-Jahren entwickelt hatte. Nie wurde er müde, politische Termine wahrzunehmen, um die moderne Neurologie vorzustellen. Auch auf die Frage eines Abteilungsleiters im Gesundheitsministerium vor einigen Jahren: „Erklären Sie mir bitte den Unterschied zwischen Psychiatrie und Neurologie, Herr Professor Oertel“, antwortete er geduldig und erkannte zugleich: Es gibt noch an vielen Stellen einiges über die Neurologie zu erklären. Folgerichtig war er in der Öffentlichkeitsarbeit mit großem Engagement bei der Sache und erklärte etwa im „Morgenmagazin“ mithilfe seines Smartphone-Kabels, wie sich Tau-Proteine falten. Mit Verve trat er für die Gründung einer Deutschen Hirnstiftung ein.

Nach seiner Direktorentätigkeit in Marburg erfüllte er sich den privaten Traum, sich mit seiner Gattin im bayerischen Murnau am Staffelsee niederzulassen. So pendelte er nicht nur zwischen Hertie-Seniorprofessur in Marburg und bayerischer Wahlheimat hin und her, sondern auch noch nach Brüssel, um beim European Brain Council die internationale Lobbyarbeit voranzubringen. Dort klärte er mit einem Espresso-Gleichnis die Europapolitiker auf: Die Forschungsförderung in der Neurologie habe gerade mal die Dimension eines Espressos. Es gehe jetzt darum, sich auch einen zweiten oder dritten zu leisten. Mit solchen Metaphern, so seine Erkenntnis, müsse man europäische Politiker überzeugen, nicht mit langen Präsentationen und Statistiken – die er selbstverständlich auch immer auf der Festplatte hatte.

Neben diesen Schlaglichtern gibt es eine lange Liste von Ehrenämtern:

2018–2021  Vizepräsident, European Brain Council, Europe 
2015– Mitglied, Scientific Panel for Health (SPH) der Europäischen Kommission im Generaldirektorat XII für Forschung und Innovation
2014–2021 Vorsitzender des European Affairs Subcommittee
European Academy of Neurology (EASC-EAN)
2010–2016 Mitglied des Kuratoriums der Novartis-Stiftung Deutschland
2013–2015 Präsident der International REM-Sleep Behavior Disorder Study Group
2011–2012 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)
2007–2011 1. Vorsitzender der Deutschen Parkinson Gesellschaft (DPG)
2007–2009 Chairman - Movement Disorder Society/European Section
2003– Sprecher, German Parkinson Study Group (GPS)
2003–2004 Schatzmeister der Movement Disorders Society
2001–2005 Sprecher EuroPa – European Network for Research, Diagnosis & Therapy of Parkinson-Syndromes – 5th Framework Program
1999– Sprecher des Kompetenznetzes Parkinson
1998– Vertrauensdozent, Studienstiftung des Deutschen Volkes, Marburg
1998–2005 Beirat, Deutsche Huntington Gesellschaft
1991– Beirat, Deutsche Restless Legs Syndrome Gesellschaft
1991– Beirat, Deutsche Wilson Gesellschaft
1987–2010 Beirat, Deutsche Parkinson Gesellschaft

Es war auch Professor Oertels Idee, eine internationale RBD Study Group (IRBDSG) zu gründen, deren letztes nichtvirtuelles Meeting er bei Murnau organisiert hat, verbunden mit einem Aperitif in seinem Garten und einem Abendessen mit Dampferfahrt auf dem Staffelsee. So weiß man jetzt von Montreal bis Hongkong und Tokio, wo und was der Staffelsee ist!

Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen bedankt sich für seine zahlreichen Verdienste auf dem Gebiet der Parkinson-Forschung und wünscht Herrn Oertel noch ein langes Leben in Gesundheit, Freude und Glück.

Prof. Dr. med. Günter Höglinger, 1. Vorsitzender
Prof. Dr. med. Karla Eggert, 2. Vorsitzende
Prof. Dr. med. Alexander Storch, 3. Vorsitzender
Prof. Dr. med. Rüdiger Hilker-Roggendorf, Schriftführer
Prof. Dr. med. Dirk Woitalla, Schatzmeister

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